Praxis für Beratung, Sozialtherapie und Coaching

Paartherapie

Das zufriedenstellende private Zusammenleben zweier Menschen scheint zunehmend schwieriger zu werden. Immer mehr Paare sind immer kürzere Zeit zusammen, immer mehr scheinen Streit, Gewalttätigkeit und Unzufriedenheit zu eskalieren.

Aber es scheint nur so. Wenn Sie sich auf einen kleinen Ausflug in die Geschichte machen werden Sie feststellen, dass sich lediglich die Bedingungen und die Vorstellungen von Ehe und Glück geändert haben. Wir sind nicht streitsüchtiger oder gewalttätiger als unsere Vorfahren. Wir haben aber ganz andere Vorstellungen davon, wie unser Leben sein soll und was wir zumindest im Privatleben nicht (mehr) ertragen wollen.

Unsere heutigen Vorstellungen von privatem Glück und gutem zusammen leben verwirklichen sich aber nicht von alleine. Die passenden Verhaltensweisen haben wir (oft) weder als Kinder gelernt noch sind sie uns nennenswert vorgelebt worden. Wir haben uns Theorien dazu erarbeitet und Ideale entwickelt. Aber weder die Theorien noch die Ideale reichen fürs Alltägliche dann aus. Da kommen uns doch immer wieder unsere eigenen Unzulänglichkeiten dazwischen.

Sie sollten sich davon nicht so schnell ins Bockshorn jagen lassen. Viele Schwierigkeiten in einer Liebesbeziehung entstehen aus Unwissen, mangelndem Verständnis und wirklich grottenschlechter Kommunikation. Ist da ein gewisses Maß überschritten, sammeln sich die Verletztheiten an, es kommen beiderseitig Ängste dazu, dann Rachegelüste und es entsteht eine Gemengelage, in der die Suppe nicht nur kocht, sondern auch noch Schlangen drinnen brodeln. Dann wird es höchste Zeit wieder miteinander statt gegeneinander zu reden und zu handeln. Weil das aber Ruhe , Sicherheit und Gelassenheit erfordert ist sehr, sehr hilfreich wenn Ihnen jemand von außen beim gegenseitigen Zuhören und Aussprechen , beim Erklären und Nachforschen hilft. Und der Ihnen dabei gleich noch zeigt, wie Sie solche Eskalationen von vorne herein vermeiden können und Sie sich stattdessen fruchtbar streiten und aneinander freuen können.

Unsere Liebesbeziehungen, die uns doch so viel wert sind und die wir so sehr brauchen, behandeln wir oft erstaunlich lieblos. Und hier für externe Hilfe etwas Geld auszugeben ist sicher sinnvoller als so manche Ersatzhandlung, wie zum Beispiel die Frustkäuferin oder den workaholic zu geben . 


Als "erste Hilfe" stellen wir Ihnen hier eine Liste mit hilfreichen Regeln für eine gute Kommunikation zur Verfügung. Zum Ausdrucken und an die Wand pinnen!


Zuhören
Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht.
Beobachten Sie sich einmal selbst: hören Sie wirklich zu oder sind Sie mit den Gedanken ganz wo anders - etwa schon beim Formulieren Ihrer Antwort?
Wie wollen Sie denn da verstehen können?

Ausreden lassen
Gehört zu den einfachsten Benimmregeln.
Aber sehr viele Menschen beherzigen sie nur für sich selbst in Form von: "laß`mich gefälligst ausreden!!! Spätestens das dritte Unterbrechen des Partners tötet jede Verständigung zuverlässig.

Immer schön langsam
Sie sparen dadurch sehr viel Zeit und sehr viel Energie.
Und Sie verschaffen sich viel Freude am guten Gespräch.

Der Körper spricht mit
Halten Sie ab und zu etwas inne: was signalisiert Ihr Körper gerade - Ihnen und Ihrem Gegenüber. Machen Sie auch das mal zum Thema.

Von sich reden
Floskeln können Sie sich sparen, ebenso politische, philosophische, theoretische und sonstige rundumschläge.
Wichtig in einem gescheiten Gespräch ist doch nur das, was Sie beide jeweils denken, meinen, empfinden, wollen.....

Heißen Sie etwa man
wenn sie ständig von "man" reden, bewegen Sie sich auf einer sehr äußerlichen und oberflächlichen Ebene.
Ersetzen Sie das "man" in 95% seiner Anwendungen durch das richtige Personalpronomen. So kommen Sie von der Belehrung in ein Gespräch hinüber.

Wenn Sie gerade auf 180 sind
Versuchen Sie momentan keine klärendes Gespräch sondern reagieren Sie sich erst auf eine sozial verträgliche Art ab. Kissen gegen Wand werfen ist durchaus erlaubt.

Wenn Gewalt droht
Durch Sie oder Ihren Partner:
Gehen Sie weg und sagen Sie deutlich warum Sie jetzt gehen werden.

Nachfragen
Ist bei jeder Unklarheit nötig - und zwar sofort

Es geht auch konkret
Im Nebel stochern ist keine zufriedenstellende Tätigkeit.
Bemühen Sie sich um Beispiele und Anschaulichkeit.

Wiederholen
Wiederholen Sie wichtige Aussagen Ihres Partners/Ihrer Partnerin mit eigenen Worten.
Das ist zwar eine Technik aus dem therapeutischen Werkzeugkasten und mutet im privaten Gespräch vielleicht ein wenig komisch an. Sie werden aber feststellen, daß es sehr hilfreich ist - weil Sie erstaunlich oft danegben liegen

Kritik üben
Es ist wirklich nicht leicht deutliche Kritik anzubringen ohne zu verletzen.
Aber Sie können es üben.
Zum Beispiel indem Sie sagen, dass Sie jetzt mal eine......konstruktive - ehrliche - aufbauende - nicht verletzen wollende......Kritik versuchen.
Und wenn es nicht so ganz geklappt hat, lassen Sie sich noch eine zweite Chance geben.
Und umgekehrt geben auch Sie eine zweite, dritte...Chance.

Kritik als Wunsch formulieren
Das ist ein wahres Wundermittel und entspricht oft ziemlich genau dem, was Sie wollen - nämlich Ihre Ansicht so darlegen so dass sie wirklich gehört wird.


Wenn Sie Fragen haben, dann mailen Sie uns: coaching-sozialtherapie-hagen@t-online.de
Oder rufen Sie uns unter der Nummer 0841 / 88 17 330 an!